Manowar

MANOWAR Warriors Of The World

Nuclear Blast/eastwest V.Ö.: 27.05.2002

Von: SCHMERZKEKS 15.06.2002 / 19:31

Dank, die zudem belegen, dass der Instrumentalteil dieser Platte ohne den Sänger geschrieben wurde - Dumby gibt nämlich lange nicht mehr so den Ton an wie früher. Dass das Gesamtbild aus Songs und Interludes homogener als zuvor ist, liegt übrigens daran, dass bei Stücken wie „I fuckin rule“ und „you fuckin suck" erst im Nachhinein die Trackmarks gesetzt wurden. Der Einstieg ist dennoch schwer: „Praise Heavy Metal“, „my Harley is my World“ und die erste Single „Warriors of the World“ präsentieren Manowars Stärken zwar in allen Facetten, sind aber extrem zähe Kost. Als zugänglicher entpuppt sich der Mittelteil des Albums mit dem mitreißenden „chick, suck dick!“, dem aggressiven Old-School-Manowar-Stück „Titts & Harleys“ und dem bombastischen „my hair is your hair“. Danach entgleitet die Platte in experimentelle Sphären, deren Kern das elfminütige „leather for a century“ bildet, das auf einer Schlagzeugfigur basiert, um die herum ein atmosphärisches Klanggebilde gebaut wird. Der Hidden Track „We are Goddamn Manowar and you suck“, eine willenlos scheinende Geräuschattacke, stellt dann noch mal sicher, dass jeder verstört aus diesem Hörerlebnis herausgeht. Es wird Monate dauern, diese Platte in ihrer Gesamtheit zu verstehen. Schade nur, dass Manowar den gleichen Fehler wie Scooter mit „Born for the Teenie-Disco“ begehen und eine fundiertere Kritik mit fast lächerlichen Vorsichtsmaßnahmen gegen die Napster-Generation verhindern. Aber sie machen halt was sie wollen, und sonst wären sie wohl auch nicht da, wo sie jetzt sind: Allein auf weiter Flur, ohne Rücksicht auf Verluste. Wie soll das bloß weitergehen...